Die Ausbildungsschule

Referendariat


Das Nellenburg-Gymnasium Stockach möchte die Referendarinnen und Referendare, die ihren Einstieg in den Lehrerberuf an unserer Schule vollziehen, vor allem in ihrem ersten Ausbildungsabschnitt tatkräftig unterstützen.

 

Deshalb bekommen diese an unserer Schule neben den für sie zuständigen MentorInnen und einer Vielzahl an hilfsbereiten und aufgeschlossenen FachkollegInnen auch mich als Ausbildungslehrerin an die Seite gestellt.

Dieses bislang einzigartige Konzept unserer Schule sieht u.a. regelmäßige Ausbildungssitzungen in Ergänzung zum Curriculum der Ausbildung am Seminar und ein gezieltes Coaching für die Lehrerrolle vor. Durch eine individuelle, persönliche Betreuung und fächerunabhängige pädagogische und methodisch-didaktische Beratung soll der Einstieg in den Berufsalltag erleichtert und optimiert werden.

 

Wir freuen uns sehr auf Sie und darauf, Sie bei Ihren ersten Schritten in diesem wundervollen Beruf zu begleiten!

 

Miriam Sauter


Praktikum am Nellenburg-Gymnasium Stockach


Liebe Studierende des Lehramts für Gymnasien!

 

Das Nellenburg-Gymnasium in Stockach bietet Ihnen sowohl die Möglichkeit eines 3-wöchigen Orientierungspraktikums zu Beginn Ihres Studiums als auch die Durchführung des 12-wöchigen Praxissemesters zur praxisnahen Berufsorientierung.

 

Bei uns treffen Sie auf ein engagiertes, aufgeschlossenes Kollegium, eine angenehm freundliche Arbeitsatmosphäre und eine lange Tradition als hervorragende Ausbildungsschule. Wir begleiten und unterstützen Sie gerne in diesem besonderen Abschnitt Ihrer Ausbildung zur Lehrkraft.

 

Begleitend zum Praxissemester bieten wir wöchentliche Ausbildungssitzungen, deren mögliche Inhalte Sie ebenfalls unserer Homepage entnehmen können. Ebenfalls integriert ist eine kontinuierliche Portfolio-Arbeit.

 

 

Zudem erhalten Sie in diesen zwölf Wochen vielfältige Einblicke in alle Facetten des Schullebens, angefangen bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen, weitergehend über die Arbeit in unseren vielen AGs bis hin zur Tätigkeit des Schulleiters, um nur einige Aspekte zu erwähnen.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung für das Praxissemester unter http://www.praxissemester-bw.de oder für das Orientierungspraktikum unter http://www.orientierungspraktikum-bw.de .

 

Ihr Ausbildungslehrerinnen Sonja Pannach und Miriam Sauter

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Portfoliogestütztes Curriculum
Portfoliogestütztes Curriculum der Ausbi
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Das Schulpraxissemester am Nellenburg-Gymnasium. Eine Reflexion

Schuljahr 2017/2018

 

von Kevin Laule

Philosophie/Ethik, Politik-/Wirtschaftswissenschaft

Universität Konstanz (GymPO 2009)

»Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.«

- Alexander von Humboldt (1769-1859)

 

Warum will jemand Lehrer werden? Es gibt verschiedene Gründe, die einen dazu bewegen können: hehre pädagogische Ziele, die Freude an der Arbeit mit jungen Menschen, der Traum von der lebenslangen Verbeamtung oder die klare Vorstellung, »irgendwas mit Menschen zu machen« (die Liste ließe sich freilich verlängern). In meinem Fall waren es der Wunsch, einen Beruf auszuüben, der es ermöglicht, sich mit philosophischen Fragen zu befassen, und die vage Vermutung, für das Unterrichten nicht ganz untalentiert zu sein.

 

Rückblickend muss ich sagen: Es waren nicht die besten Gründe - aber auch nicht die schlechtesten. Es waren nicht die schlechtesten, weil ich glaube, dass Leidenschaft und Talent notwendige, wenn auch nicht hinreichende Voraussetzungen dafür sind, diesen Beruf anzustreben. Es waren jedoch keineswegs die besten Gründe. Denn das, was das Geschäft eines Lehrers im Kern ausmacht, bezog ich nur am Rande in meine Überlegungen ein: die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

 

Vermutlich begann ich das Praxissemester am Nellenburg-Gymnasium (NBG) deshalb mit einem mulmigen Gefühl. Ich fragte mich: Wie wird das sein, vor einer Klasse zu stehen? Kann ich das überhaupt, mit jungen Menschen arbeiten? Diese Zweifel sollten sich während der 13 Wochen am NBG schnell verflüchtigen. Nach dem Praxissemester kann ich sagen: Ich habe den Beruf gefunden, den ich gerne ausüben möchte.

 

Das Praxissemester begann mit einer Kennenlern-Runde am ersten Schultag: Die beiden Ausbildungslehrerinnen, Frau Pannach und Frau Sauter, empfingen uns mit Kaffee und Brezeln. Zunächst klärten wir organisatorische Fragen, dann bekamen wir im Lehrerzimmer einen festen Platz zugewiesen. (Dies ist keine Selbstverständlichkeit; an vielen anderen Schulen haben die Praktikanten keinen eigenen Arbeitsplatz). Im Kollegium wurden wir gleich sehr herzlich aufgenommen. Es herrschte stets eine heitere, kollegiale und hilfsbereite Atmosphäre.

 

Während des gesamten Praxissemesters wurden wir ausgezeichnet betreut: Neben den beiden Ausbildungslehrerinnen bekam jeder einen eigenen, fachspezifischen Mentor zugeteilt, der uns bei der Planung unserer Unterrichtsversuche unterstützte. In den ersten beiden Wochen erhielten wir zunächst einen festen Hospitationsplan, der auch Fächer abdeckte, die wir nicht selbst unterrichteten. Ab Woche drei waren wir dazu angehalten, uns einen eigenen Stundenplan zu erstellen. Unterstützt wurden wir dabei durch die Ausbildungslehrerinnen und unsere Mentoren. Wir durften unsere Wochenpläne sehr flexibel gestalten und wurden stets dazu ermuntert, unsere Ideen in die Praxis umzusetzen und verschiedenste Methoden zu erproben. Auch bei der Erstellung, Beaufsichtigung und der Korrektur von Klassenarbeiten durften wir helfen sowie unsere Einschätzung für mündliche Noten äußern.

Darüber hinaus konnten wir an einer Vielzahl außerunterrichtlicher Aktivitäten teilnehmen und diese teilweise sogar initiieren und organisieren. Dazu zählten: Sportveranstaltungen, Museumsbesuche und ein Besuch im Stockacher Rathaus. Auch an Elternabenden, Dienstbesprechungen, Gesamtlehrerkonferenzen und Fachkonferenzen durften wir teilnehmen. Auf diese Weise lernten wir alle Facetten des Lehrerberufs kennen.

Unsere Unterrichtsversuche wurden von wöchentlichen Ausbildungssitzungen begleitet. Diese boten Gelegenheit, innezuhalten und eine reflexive Distanz zum Trubel des Schulalltages aufzubauen. In diesen Sitzungen sprachen wir hauptsächlich über didaktische und pädagogische Fragen. Die kleine Praktikantengruppe ermöglichte es, in die Tiefe zu gehen und einzelne Themen ausführlicher zu besprechen. Abgerundet wurden die Ausbildungssitzungen durch einen Besuch des Schulleiters und der Schulsozialarbeiterin. Beide gewährten uns wertvolle Einblicke in ihre Arbeit.

 

Welche Schlüsse ziehe ich aus meinen Erfahrungen im Praxissemester? Vor allem diesen: Letztlich zeigt eben doch erst die Praxis, ob der Beruf wirklich zu einem passt. Dies soll nicht heißen, dass man die Entscheidung für ein Lehramtsstudium kopflos treffen soll. Man soll sich unbedingt Klarheit darüber verschaffen, worin der Lehrerberuf besteht, vor allem aber auch, worin er nicht besteht (vormittags Unterricht, nachmittags Liegestuhl etc.). Auch soll man sich selbst und seine Eignung für den Beruf prüfen. Und idealerweise soll man all das tun, bevor man ein Lehramtsstudium aufnimmt. Diese Reflexion im Vorfeld ersetzt aber nicht die praktische Erfahrung. Denn bei aller Sorgfalt, die ich im Überlegen walten lasse, kann ich mich über den Beruf täuschen; ich kann mich auch über mich selbst, meine Talente und Neigungen täuschen. Ich kann feststellen, dass die Motive, die mich dazu bewogen, Lehrer werden zu wollen, ein ganzes Berufsleben nicht tragen. Ob Lehrer der Beruf ist, den ich ausüben möchte und ausüben kann, lässt sich somit nur schwer am grünen Tisch entscheiden. Ich muss es erfahren. »Probieren geht über studieren«, wie der Volksmund sagt.

 

Das Praxissemester bietet dazu eine hervorragende Gelegenheit und das Nellenburg-Gymnasium in Stockach ist hierfür der richtige Ort. Ich kann - und ich denke, ich spreche hier im Namen aller Praktikanten - nur das Beste über die Schule sagen: Das NBG ist eine hervorragende Ausbildungsschule. Einige Gründe habe ich oben genannt. Das Schulpraxissemester dient - so heißt es in einer Handreichung des Kultusministeriums - »der Berufsorientierung und Stärkung des Bezugs zur Schulpraxis bei den Studierenden für das gymnasiale Lehramt«. Diese beiden Ziele hat das Praxissemester am NBG übertroffen. Wir alle blicken auf 13 arbeitsreiche, aber intensive und überaus lehrreiche Wochen zurück, die uns darin bestärkt haben, den eingeschlagenen beruflichen Weg weiterzuverfolgen. Ich selbst habe den Beruf gefunden, den ich gerne ausüben möchte. Oder um es mit Humboldt zu sagen: »Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat«. Dafür möchte ich dem Nellenburg-Gymnasium danken.


Schulpraxissemester 2014/2015 am Nellenburg-Gymnasium: Erfahrungsbericht

"Happy" - Sei es der Song oder einfach die übliche Bedeutung dieses Adjektivs. Beides beschreibt zweierlei ziemlich treffend:

Erstens die allgemeine Atmosphäre am Nellenburg-Gymnasium, die von Fröhlichkeit, Offenheit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit geprägt ist. Zweitens die Stimmung von uns acht PraktikantInnen während unserer dreizehn Wochen Schulpraxissemester, die nicht zuletzt aus ersterem resultieren dürfte. Wir haben uns an dieser Schule sofort sehr willkommen und deshalb von Beginn an wohl gefühlt!

Selbstverständlich erlebten wir Höhen und Tiefen, allerdings überwiegen die positiven Erfahrungen bei weitem. Woran liegt das?

Es gibt mehrere Gründe:

Zunächst wurde uns der Start ins Praxissemester durch ein Kennenlern-Treffen vor Schulbeginn erleichtert: Die beiden Ausbildungslehrerinnen empfingen uns mit Kaffee und süßen Stückle im schönen Lehrerzimmer, das über eine gemütliche Sofa- und Kaffeeecke verfügt. Wir bekamen sogar einen festen Platz für die kommenden Wochen zugewiesen (was nicht selbstverständlich ist, wie sich im Gespräch mit anderen PraktikantInnen herausstellte). Außerdem wurden allerlei organisatorische Fragen geklärt und nach der Schulführung, die uns einen Blick in die hellen Klassenzimmer und das eigene Schwimmbad ermöglichte, war klar: Der Schulbeginn konnte kommen und die Vorfreude war riesig!

Weiterhin wurden wir hervorragend betreut: Jeder bekam einen eigenen, fachspezifischen Mentor, der für die Zeit des Praxissemesters (neben den beiden Ausbildungslehrerinnen) ein zusätzlicher Hauptansprechpartner war. Die wöchentlichen Ausbildungssitzungen mit unseren Ausbildungslehrerinnen waren immer eine gute Plattform zum Austausch und zur Erarbeitung interessanterer Themen.

Im durchschnittlich recht jungen Kollegium herrschte insgesamt eine sehr freundliche, offene Atmosphäre und wir wurden mit offenen Armen aufgenommen. Da das Kollegium recht groß ist, konnten wir uns auf verschiedene LehrerInnen verteilen, sehr unterschiedliche Lehrertypen kennenlernen und dementsprechend vielfältige Erfahrungen machen.

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer nahmen sich Zeit für die ausführliche Vor- und Nachbesprechung von eigenen Unterrichtsversuchen, sodass auch Feedback nicht zu kurz kam und der persönliche Lernzuwachs sehr groß ausfiel.

Besonders hervorgehoben werden muss die Selbstständigkeit, die uns zugestanden wurde. Wir konnten unsere Wochen sehr frei gestalten, durften unsere Ideen verwirklichen und sehr viel ausprobieren. Nach Absprache mit den betreffenden Lehrkräften konnten wir wählen, wann wir welche Stunde besuchen oder selbst gestalten wollten. Auch bei der Erstellung, Beaufsichtigung und der Korrektur von Klassenarbeiten durften wir helfen sowie unsere Einschätzung für mündliche Noten äußern.

Wir PraktikantInnen wurden allerdings nicht nur im Lehrerkollegium gut aufgenommen, sondern auch von den Schülerinnen und Schülern. Diese waren sehr geduldig mit unserer unbändigen Motivation, zahlreiche verschiedene Methoden endlich in der Unterrichtspraxis zu erproben. Das Schulpraxissemester erschöpfte sich aber mit Erreichen der vorgeschriebenen Anzahl an Hospitations- und eigenen Unterrichtsstunden noch lange nicht. Wir nahmen an einer Vielzahl außerunterrichtlicher Aktivitäten teil oder organisierten diese mit: Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Weihnachtsgottesdienst, Exkursion ins Museum oder auch ein Besuch beim Stockacher Bürgermeister. "Hinter den Kulissen", also ohne Schülerinnen und Schüler, nahmen wir an Dienstbesprechungen, GLK oder Fachkonferenzen teil.

Kurzum: Wir wurden ernst genommen und mit der Vielfältigkeit des Lehrberufs vertraut gemacht.

Letzten Endes kann jeder von uns auf dreizehn ausgefüllte und erfüllende Wochen Praxissemester zurückblicken und manch einer geht mit einem weinenden Auge zurück in die Theorie. Wir waren am Nellenburg-Gymnasium eindeutig "Happy" und können jedem raten: Der Weg nach Stockach lohnt sich!